Kommentar eines Synergetik Therapeuten zu ,,Gesund werden aus eigener Kraft" (Hirshberg u.a.)
Einige sehr persönliche Anmerkungen.
Die Lektüre dieses Buches hat mich sehr beeindruckt. Insbesondere fand ich es aufregend, die verschiedenen Möglichkeiten zu tieferen Einblicken in die dargelegten Krankengeschichten wahrzunehmen. Faszinierend war für mich die Möglichkeit, an zahlreichen Beispielen das Zutreffen der Annahmen der Neuen Medizin von Dr. Hamer zu erkennen, sowie die ganze Breite des anband der verschiedensten Fälle aufgezeigten Spektrums der psychosozialen Unterstützung und der spirituellen Erfahrung mit dem zu vergleichen, was mir einerseits aus persönlichem Erleben aus der Synergetik-Ausbildung sowie durch eigene Erfahrung bekannt ist und andererseits durch Stanislav Grof in brillanter Weise systematisch dargestellt wird. Ich halte das Buch für Synergetik-Therapeuten für unverzichtbar wertvoll, wünsche jedem, daß er es nicht nur einmal lese. Möglicherweise ist es auch hier so, daß dieses Buch nach jeder Erweiterung der persönlichen therpeutischen Kompetenz neue Anregungen geben kann. Im Schlußkapitel ,,Auf dem Weg zu einer neuen Medizin" wird folgerichtig ein neues Paradigma für die Medizin eingefordert. An dieser Stelle fühlte ich mich sehr lebhaft an eine Stelle aus Gregory Bateson ,,Ökologie des Geistes"1 erinnert, in der er schonungslos mit der Medizin in's Gericht geht, ihr den Charakter der Wissenschaftlichkeit gänzlich abspricht. Nach meiner Überzeugung ist mit mehr geistiger Disziplin (,,Wissenschaftlichkeit?") mit strukturellem Denken (statt an den Inhalten zu kleben) und vor allem mit systemischem Denken eine große Chance gegeben, den Weg zu neuen Heilungschancen zu öffnen. Es ist zu hoffen, daß es im Zeitalter der ungehinderten Informationsausbreitung durch das Internet mit zunehmender Beschleunigung Allgemeingut wird, daß jeder Mensch als ein System, charakterisiert sowohl durch komplexe Detailliertheit als auch durch komplexe Dynamik, zu betrachten ist. Angesichts der makabren Erfolglosigkeit der Schulmedizin, die in diesem Werk so ganz nebenbei im grellen Licht steht, möchte ich am liebsten jedem Schulmediziner eine Lektüre wie z.B. D. Dömer, ,,Logik des Mißlingens"2 heimlich auf den Nachttisch legen...
In eindrucksvoller Weise wird bei der Lektüre dieses Buches aber auch der erbitterte Widerstand des medizinischen Establishments sichtbar. Es ist offensichtlich ein übergroßer Schmerz, liebgewordene Denkgewohnheiten (und vielleicht ein absurdes Gefühl von ,,Sicherheit"?) aufzugeben...
Thomas IIantschick
1 Gregory Bateson,, Ökologie des Geistes",
2 Dörner, Dietrich (1989). Die Logik des Mißlingens. Problemlösen in komplexen Situationen. Reinbek: Rowohlt
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