Naturarzt: Geschächtes Immunsystem mit schuld

Dr. med. Jost Dumrese

ist Internist, Immunologe und Mykologe. Nach 10 Jahren klinischer Ausbildung war er fünf Jahre in eigener Praxis tätig. Seitdem ist er freiberuflich als Buchautor, Referent ud medizinisch-wissenschaftlicher Berater tätig. Für ein Lehrbuchprojekt beschäftigt er sich derzeit mit der Gesamtproblematik der Candida-Erkrankungen.

In der Ausgabe 6/97 der Zeitschrift "Der Naturarzt" berichtet Dr. med. Jost Dumrese über den Zusammenhang zwischen Krebs und Candida-Mykosen. Pilzinfektionen nähmen stetig zu. Neben Dermatomyken und "inneren Mykosen" habe auch die Zahl septikämischer Pilzinfektionen signifikant zugenommen. Der schulmedizinische Kampf gegen Krebserkrankungen bedinge zunehmend mykolische Probleme.

In der Fachliteratur finde sich bei Neumeyer et. al. (1978) der Hinweis, daß es bei Tumorpatienten früher oder später zu Pilzinfektionen käme, insbesondere, wenn die Immunabwehr offensichtliche Zeichen der Risistenzschwäche zeige. Die körpereigene Immunabsehr sei der entscheidenste Punkt bei der Krebstherapie.

Die Gretchenfrage in der Krebsforschung sei: Kann eine Tumorerkrankung aufgrund einer Immunschwäche entstehen oder führt die Krebserkrankung zur Mitbeeinträchtigung der Immunabwehr? Bei Tumorerkrankungen des Imunsystems (z. B. Leukämie) seien die Zusammenhänge offensichtlich. Mit Blick auf das Immunsystem stehe die Problematik der Candidosen bei Krebs und anderen schweren Erkrankungen im Mittelpunkt der Pathogenese (Entstehung und Entwicklung eines krankhaftes Geschehens)

Vor diesem Hintergrund müsse den Pilzinfekten der Nährboden entzogen werden. Besonders bei der Krebstherapie sei "das Repertoir der Abwehrstrategien des Körpers immer als ganzheitliche Leistung zu betrachten " - so Dumrese. Auf keinen Fall dürften die Epithelzellen des Darmes durch längerfristige Einnahme von Antibiotika geschädigt werden. Krebspatienten müßten immer antimykotisch behandelt werden, um zusätzlichen Immunstreß zu verhindern.

Durch gezielte Immundiagnostik und konsequente Darmmykosentherapie komme es oft zu erheblichen klinischen Besserungen. Basis sei eine gezielte serologische Zusatzdiagnostik.Bei allen antimykotischen Strategien müßten auch die molekularbiologischen Wechselbeziehungen zwischen Wirt und Erreger mitbetrachtet werden. Zu berücksichtigen sei, daß Candida-Pilze anscheinend in der Lage seien, Immunkaskaden im Bereich der Zytokine auszulösen, wodurch verschiedene Befindlichkeitsstörungen beim Patienten ausgelöst werden könnten.

Tips zur Vorbeugung:

  1. Lebensrhythmik: normaler Schlaf-Wachrhythmus, kein Schlafdefizit, regelmäßige Nahrungszufuhr, Wechsel zwischen Aktivität und Entspannung
  2. Ernährung: kleine Mahlzeiten, wenig Zucker und Süßigkeiten, nicht übermäßig Kohlenhydrate
  3. Hygiene: Genitalhygiene
  4. Genußgifte: kein Nikotin, wenig Alkohol
  5. Bewegung: moderates sportliches Ganzkörpertraining
  6. Darmpflege: regelmäßiger Stuhlgang, reichlich Ballaststoffzufuhr
  7. Vorsicht: Antibiotika nur in Notfällen, Pille fördert Pilzinfekte

 

Synergetik Institut
EMail: kamala@synergetik.net
Homepage: www.synergetik.net

Diese Seite
weiter empfehlen!

Amselweg 1
35649 Bischoffen-Roßbach
Tel.: (0 64 44)13 59 + 60 14
Fax.: (0 64 44) 61 36
Umatzsteuer-Identifikations-Nr. 039 832 30246
Zuletzt aktualisiert am: 05-Jun-2006 2:10
made by Kerstin Kellermann