Psychologie heute: Onkologie: Die Bedeutung eines "krebsgesunden Lebens"

In der Ausgabe Februar 1997 der medizinischen Fachzeitschrift "Psychologie heute" geht Andreas Huber (Redaktion) auf die Bedeutung der Prävention bei der Krebsbekämpfung ein. Krebs sei die zweithäufigste Todesursache in Deutschland und man müsse in den nächsten 15 Jahren mit einer Verdoppelung der Krebserkrankungen rechnen. Allerdings könne die Schulmedizin nahezu 45% der jährlich 300.000 an Krebs erkrankten Menschen mit naturwissenschaftlichen Methoden wie Chirurgie, Strahlen- und Chemotherapie heilen. Auf der anderen Seite könne man mit der modernen Gentherapie weder Menschen heilen noch behandeln - so die Krebsmedizinerin Maren Killmann. Auch der renommierte Harward-Mediziner Walter Willett räumt ein, daß man trotz aller Forschung der "Hochleistungsonkologie" mit der Krebsforschung immer noch am Anfang stehe. Man wisse zu wenig über die genauen Hintergründe der Krebsentstehung.

Aus diesem Grund müsse der Vorbeugung und einem "krebsgesunden" Lebensstil wesentlich höhere Bedeutung beigemessen werden. Nicht umsonst verabschiedete die EU einen "europäischen Kodex zur Krebsbekämpfung". Die meisten Erwachsenen hätten ein sehr großes Interesse an der Krebsprävention. Generell sei in der Bevölkerung ein hohes Maß an Gesundheitsbewußtsein.

Der "soziale Faktor" bei der Krebsbekämpfung werden hingegen vollkommen unterschätzt. Zu unrecht!

Trotz dieser eindrucksvollen Erkenntnisse sei die "soziale Frage" bei der Krebsbekämpfung immer noch zu wenig erfoscht. Der Medizinpsychologe Joachim Kepplinger hebt hervor: Man wisse zuwenig über die Strukturen und innere Differenzierung der Paarbeziehung bei der Krankheitverarbeitung.

 

 

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Zuletzt aktualisiert am: 05-Jun-2006 2:12
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