Psychologie heute: Hypnose gegen Krebs?
In der Ausgabe Februar '91 der medizinischen Fachzeitschrift "Psychologie heute" beschreibt Harald Wiesendanger im Artikel "Hypnose gegen Krebs" neue Hypnoseverfahren und Meditationstechniken zur Krebsbehandlung. Man fand heraus, daß ein streßfreier Zustand eine wichtige Voraussetzung sei, um mit Hilfe von Visualisierungen und Imaginationen das Immunsystem positiv zu beeinflussen. In den Vereinigten Staaten setzte man Hypnosetherapie seit langem in der psychologischen Krebsbehandlung ein. O. Carl Simonton und Bernauer Newton bestätigten, daß mit Hypnose therapierte Krebspatienten eine wesentlich höhere Lebenserwartung haben, als statistisch angenommen. Neben den USA setzt man inzwischen auch in Deutschland, Großbritannien und Australien auf Hypnosetherapie bei der Krebsbehandlung: "In Trance versetzt gelingt es manchem Tumoraptienten, durch Visualisierungen und Imaginationen bösartige Geschwulste am Weiterwachsen zu hindern, sie sogar zurückzubilden" - so Wiesendanger.
Im Mittelpunkt des Artikel steht die Knochenkrebsbehandlung des Krefelder Diplom-Psychologen Dr. Gerhard Susen. Der Autor schildert wie Susen bei einer 56-jährigen Knochenkrebspatienten den Krebs erfolgreich besiegen konnte. Nach der Teilremission konnte sogar Chemotherapie und alle weiteren Medikamente abgesetzt werden. Bis heute ist die Patientin immer noch frei von krebsverdächtigen Befunden. Susen konnte der Patientin eine neue Einstellung zu ihrem Körper vermitteln. "In jedem Körper", so Susen, "ist ein positives und heilendes Prinzip verankert. Das kann man das Unbewußte nennen oder den 'inneren Freund'. Auch ein Symptom wie Krebs entspringt nicht der Laune des Organismus, sondern enthält eine Botschaft ... muß irgend einen Nutzen haben, den wir, auch wenn wir ihn nicht erkennen können, doch anerkennen sollten." Weiterhin betont Susen, daß der Aufbau einer feindseligen Einstellung zum eigenen Organismus, lanfristig nutzlos sei."Essentiell" für den Heilungsprozess sei eine positive Einstellung zu den inneren Prozessen des Körpers. Der Körper, auch der kranke, müsse als Partner umworben werden, "der Hilfe leistet und dem man Vertrauen entgegenbringen kann."
Gefühle beeinflussen Immun-Reaktion
Die Psychoneuroimmunologie bestätigt Susens Erkenntnisse. Das Immunsymstem werde durch begleitende psychische Prozesse stark beeinflusst. Seelische Belastungen könnten Immunreaktionen unterdrücken und zur Entstehung von Krankheiten beitragen. Hypnose könne das Immunsystem direkt und indirekt beeinflussen:
Inzwischen kann die Hypnose-Therapie beträchtliche Erfolge aufweisen. Die Imagination der "machtvollen Heilkräfte" beim Krieg gegen die Tumore weise eine Erfolgsquote auf, die die Schulmedizin zum Denken bringen müßte.
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